Drei Tage Köln, über 6.000 Teilnehmende. Bei uns am Stand L10 drehten sich fast alle Gespräche um dieselbe Frage: Wie kommen wir von der großen Vision zu etwas, das im Alltag wirklich funktioniert?

Jens Hungershausen hat genau diese Frage in seiner Eröffnungskeynote getroffen. Für ihn war es die letzte als DSAG-Vorstandsvorsitzender. Hier unsere wichtigsten Takeaways und was wir daraus machen.

Einordnung statt Euphorie

Das Motto lautete „Claim your ground. Lead your business.“ Die DSAG hat bewusst nicht das nächste große Versprechen in den Mittelpunkt gestellt, sondern die echten Herausforderungen ihrer Mitglieder. Nutzen bewerten statt Schlagworte sammeln. Probleme lösen statt blind loslegen.

Warum das nötig ist, zeigt die DSAG-Investitionsumfrage: 79 % der Befragten nennen die Wirtschaftlichkeit als zentralen Faktor bei SAP-Investitionen. 54 % setzen noch ECC oder die alte Business Suite ein, obwohl die Standardwartung Ende 2027 ausläuft. Der Druck ist also da, und jeder Euro wird genauer angeschaut als früher.

KI: Goldrausch mit Lücke

SAP hat mit dem Autonomous Enterprise, Joule Work und Joule Work Desktop eine starke Vision vorgelegt. Hungershausen verglich die Lage mit einem Goldrausch: Alle stecken Claims ab, die Technik ist da, aber zwischen Vision und echtem Kundennutzen klafft eine Lücke.

43 % der befragten Unternehmen haben bereits KI-Use-Cases umgesetzt. Viele davon stecken aber noch im Test, und die meisten laufen auf Lösungen außerhalb von SAP. KI setzt sich nur durch, wenn sie nachweisbar Nutzen bringt. Da sind wir ganz bei ihm.

Komplexität und Daten: die unbequeme Basis

Einer der stärksten Punkte der Keynote: Komplexität erzeugt neue Komplexität. Historisch gewachsene, eng verzahnte Landschaften kosten Geld im Betrieb und beim Testen. Sie machen langsam und abhängig von einzelnen Know-how-Trägern.

Dazu kommt: KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie arbeitet. Wer KI-Agenten will, muss zuerst bei Architektur, Governance und Datenqualität aufräumen. Das klingt wenig spektakulär, entscheidet aber darüber, ob am Ende Erfolg oder Frust steht.

Der Faktor Mensch

Für uns der wichtigste Teil. Viele Unternehmen stemmen gerade mehrere Transformationen gleichzeitig: S/4HANA, HCM, Cloud, KI. Und der laufende Betrieb muss trotzdem stabil bleiben. Hungershausen sprach offen von der Gefahr, die Menschen in den Organisationen zu überfordern. Mitarbeitende tragen Veränderung nur mit, wenn sie einen glaubwürdigen und verlässlichen Weg sehen.

Er hatte dafür ein schönes Bild: Ein Bauer, dessen Rinder immer wieder ausbüxen. Er kann ihnen jeden Tag hinterherlaufen. Oder er repariert den Zaun.

Unser Fazit: Die North Star Architecture braucht ein North Star Operating Model

Mehr Technologie löst das Problem an diesem Punkt nicht. SAP hat mit der North Star Architecture eine klare technische Zielarchitektur beschrieben. Was vielen Unternehmen fehlt, ist das Gegenstück auf der Organisationsseite: Wer übernimmt welche Rolle? Wie arbeiten IT und Business zusammen? Welche Kompetenzen und welche Haltung braucht es, damit KI tatsächlich genutzt wird?

Genau das meinen wir mit der neuen Rolle der IT: vom Verwalter zum Gestalter. Und genau daran arbeiten wir mit unseren Kunden, in drei Schritten.

1

Messen

Wo steht eure IT heute? Der IT Performance Index zeigt es in wenigen Minuten.

IT Performance Index

2

Positionieren

Mit dem nextIT Framework entwickeln wir Zielbild und Roadmap.

nextIT Framework

3

Umsetzen

Wir befähigen die Menschen, die den Wandel tragen.

Synaworks Academy

Danke an alle, die uns in Köln besucht haben. Und danke an Jens Hungershausen für sechs Jahre als starke Stimme der Anwender.

Wo steht eure IT heute?

Bevor ihr über KI-Agenten und Roadmaps sprecht: Der IT Performance Index zeigt euch in wenigen Minuten, wie reif eure IT für die nächsten Schritte ist.

Reifegrad jetzt messen

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Daniel Kohl, CEO Synaworks